Akai MPC X Musik-Workstation mit Touch-Display

Manchmal sieht man ein Instrument und will es sofort haben, obwohl man es vielleicht gar nicht unbedingt für den eigenen Stil oder die eigene Arbeitsweise so gut gebrauchen kann. Als ich das Foto des Akai MPC X das erste Mal sah, hatte ich genau dieses „Haben-wollen“-Gefühl. Ob ich persönlich das Teil aber nun wirklich nutzbringend einsetzen könnte, bleibt erst einmal unbeantwortet.

MPC X

The Akai MPX is a standalone digital audio workstation with touch display. Picture by Akai Professional (http://www.akaipro.com).

Das Akai MPC X ist eine autonome Workstation mit Touch-Display. Picture by Akai Professional (http://www.akaipro.com).

Trotz der also durchaus vorhandenen Spontankauf-Gelüste habe ich mir natürlich erst einmal keins bestellt, den mein Budget ist bescheiden. Die Berichte und Videos, die ich bisher vom Akai MPC X gesehen habe, sehen aber sehr vielversprechend aus. Es kann ohne einen Computer oder externen Sequencer betrieben werden, bringt also alles schon mit, was das Musikproduzentenherz erfreut. Absolut ungewöhnlich und spannend aber ist die Tatsache, dass man das Gerät mit Batterien betreiben kann (Netzbetrieb geht natürlich auch). Somit ist man absolut ortsungebunden und kann theoretisch auch am Strand mal einen Song produzieren. Für die Westentasche eignet sich das MPC X allerdings nicht, dazu ist es zu wichtig. Ein bisschen Platz zum Aufstellen braucht es also schon, somit ist es fraglich, ob es z.B. im ICE auf den Mini-Ausklapptischen Platz findet. Schon das Touch-Display ist mit 10.1″ großzügig dimensioniert, was ich aber absolut als Vorteil ansehe. Gerade die Arbeit mit dem Piano-Roll- oder Drum-Editor macht einfach auf kleineren Flächen mit dem Finger keinen Spaß.

 

MPC Live

The Akai MPCLive is smaller, lighter and therefore more portable. Picture by Akai Professional (http://www.akaipro.com).

Das Akai MPC Live ist kleiner und leichter und deswegen noch einfacher unterwegs zu benutzen. Picture by Akai Professional (http://www.akaipro.com).

Ebenfalls neu ist das Akai MPC Live. Es ist leichter und kleiner und deswegen noch einfacher mitzunehmen. Natürlich muss man Kompromisse bei der Bedienung und dem Workflow eingehen, allerdings gewinnt man dann auch eine fast unbeschränkte Bewegungsfreiheit. Beide Geräte bringen 10 GB an Sounds mit, man kann also sofort loslegen und Songs produzieren.

Für wen?

Ich bin persönlich kein besonderer Fan von Dance Music oder Rap/Hip Hop. Das Konzept der neuen MPC Geräte von Akai beeindruckt mich aber schon. Man bekommt eben eine Workstation mit der man eigenständig und unabhängig komplette Songs erstellen kann und das auch noch an quasi beliebigen Orten. Sicherlich kann man ähnliche Dinge auch schon mit einem Tablet und den richtigen Apps erreichen. Beim MPC X und MPC Live ist aber alles schon fertig eingerichtet und aufeinander abgestimmt. Zudem gibt es die wirklich guten Drum-Pads und anfassbare Regler und Schalter, was noch einmal etwas anderes als eine Touch-Oberfläche ist. Für alle, die schon immer die Akai MPC Geräte mochten und für alle, die mit nur einem Gerät beatorientierte Musik produzieren möchten, gilt also: einfach mal im Musikladen des Vertrauens ausprobieren.